Das Vogelschutzgebiet und das Fauna-Flora-Habitatgebiet (FFH-Gebiet) liegen in den drei Landkreisen Eichstätt, Weißenburg-Gunzenhausen und Neuburg-Schrobenhausen. Der Schwerpunkt befindet sich im Landkreis Eichstätt. Dort liegen über achtzig Prozent der Fläche; die Kreise Weißenburg-Gunzenhausen und Neuburg-Schrobenhausen sind nur randlich mit geringen Flächen beteiligt. Die Gebiete bestehen aus über drei Teilflächen. Als weit verzweigtes Komplexgebiet bilden sie eine zentrale Achse für den Trocken – und Fließgewässerverbund. Mit seiner beachtlichen Größe und einer Fülle von wertvollen Lebensräumen und seltenen Arten gehört das Mittlere Altmühltal zu den bedeutendsten und eindrucksvollsten Natura 2000-Gebieten Bayerns. Zu seinen besonderen Kennzeichen zählen hochwertigste Kalk-Trockenrasen und Wacholderheiden mit eingebundenen Flachland-Mähwiesen sowie Felsformationen, buchenreichen Hangwäldern und Höhlen mit landesweit bedeutsamen Artvorkommen. Die „12 Apostel“ können als Wahrzeichen der NATURA 2000-Gebiete gelten.
Die Felsgruppe „12 Apostel“ am Südhang des Altmühltales zwischen Solnhofen und Eßlingen ist eines der bekanntesten Landschaftselemente des südlichen Frankenjura. Die Felsen sind aus dem geschichteten Treuchtlinger Marmor herausgewitterte Korallenriffe des Jurameeres. Die im Schutzgebiet liegenden Kalkmagerrasen gehören zu den artenreichsten Trockenbiotopen überhaupt, die Schutthalden unter und zwischen den Felstürmen beherbergen neben den typischen Pflanzengesellschaften der Schotterfluren auch größere Bestände des Weißen Mauerpfeffers, der den Raupen des Apollofalters als alleinige Nahrung dient. Oberhalb und hinter den Felstürmen verläuft einer der schönsten Abschnitte der Wanderwege des Altmühltales.
Anfahrt mit dem Zug bis Bahnhof Solnhofen, dann auf den Altmühltal-Panoramaweg. Wanderkarten sind direkt beim Naturpark Altmühltal und in heimischen Geschäften erhältlich.