Das Fauna-Flora-Habitatgebiet (FFH-Gebiet) „Traufhänge der Hersbrucker Alb“ liegt im Osten des Landkreisen Nürnberger Land, es besteht aus sieben Teilflächen, deren größte die Houbirg ist. Die vorkommenden Lebensraumtypen sind typisch für den Hersbrucker Jura: Kalktrockenrasen mit Orchideen, Kalk-Pionierrasen, kalkhaltige Schutthalden, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Kalktuffquellen, Orchideen-Buchenwälder, Edellaubholz-Schlucht- und Hangmischwälder. Alle diese Lebensräume gehen im Gelände ineinander über und bilden attraktive Lebensraumkomplexe mit hohem Erlebniswert. Allen wichtigen Biotopen ist gemeinsam, dass ihr Vorkommen von den Gegebenheiten des Jura, den Dolomitfelsen und Plattenkalken des Malm abhängig sind. Ohne den Nachschub an Kalkscherben und -schutt, die durch Verwitterung freigesetzt werden, würden die Pionierstandorte der Felsen und Schutthalden zuwachsen und verschwinden.
Das Teilgebiet Houbirg ist das abwechslungsreichste aller Teilgebiete des FFH-Gebietes „Traufhänge der Hersbrucker Alb“ und hat, neben seiner naturschutzfachlichen Wertigkeit, auch einige historische Besonderheiten. Zunächst sei auf den Hohlen Fels verwiesen, der neben einer grandiosen Aussicht auch prähistorische Bedeutung hat. Funde in der Höhle deuten auf eine steinzeitliche Besiedlung des Gebiets hin.
In der Hallstattzeit und frühen Latènezeit (um 400 v. Chr.) befand sich auf der Hochebene ein spätkeltisches Oppidum (Schanzanlage) dessen Wall- und Grabenreste noch heute sichtbar sind.
Zum Ende des zweiten Weltkriegs hin musste Häftlinge aus dem Konzentrationslager Flossenbürg eine Stollenanlage aus dem Eisensandstein brechen, die rund vier Kilometer Länge erreichte. Die Arbeitsbedingungen waren furchtbar und es gab sehr viele Tote. Die Anlage ist wegen Einsturzgefahr nicht betretbar, Gedenktafeln am Stolleneingang „F“ erinnern an die Stollenanlage.
Rundweg Houbirg (man beginnt am Parkplatz beim ehemaligen Cafe Ruff, folgt dem mit Grünpunkt markierten Wanderweg entlang der Stollenanlage, folgt dem Rotpunkt bis zum Hohlen Fels, später dem Grünkreuz auf mehreren möglichen Varianten an den Wällen des Oppidums vorbei über einen steilen Pfad durch die Kalkschotterluren zurück zum Parkplatz).